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Der dunkle Ritter oder der dunkle Rächer, die Comic-Figur Batman
wurde seit ihrem Debüt im Jahre 1939 mit zahlreichen Synonymen
versehen, denn sie ist auf der Beliebtheitsskala des Super Heroes-Universums
ganz oben zu finden. Dies ist wahrscheinlich der Tatsache zuzuschreiben,
dass im schwarzen Fledermauskostüm ein ganz normaler Mensch steckt,
der seine Überlegenheit nur seinen Kampfkünsten, einem messerscharfen
Verstand sowie diversem technischen "Spielzeug" verdankt.
Batman ist also kein Mutant oder Außerirdischer, der durch die
Lüfte düst, Blitze aus den Augen verschießt oder ganze
Häuserblocks mit einfachen Fußtritten niedermäht. Nein,
bei Batman handelt es sich um einen ganz gewöhnlichen Sterblichen
mit einigen Schwächen, mit dem sich praktisch jeder identifizieren
kann. Dies macht ihn gegenüber Superman, Spiderman und Co. wesentlich
sympathischer. Dass er voll dem Slogan des Herausgebers D.C. Comics
(Detective Comics) entspricht und sich die langen Nächte mit der
Jagd nach Ganoven vertreibt, lässt ihn natürlich zum Helden
avancieren, auch wenn aufgrund zweifelhafter Handlungen sein Image oft
beschmutzt wird. Tagsüber ist er der stadtbekannte Multimilliardär
Bruce Wayne, dessen nicht ganz alltägliches Hobby nur sein Butler
kennt.
Aufgrund seiner Beliebtheit gibt es von Batman auch zahlreiche Kinofilme,
die seit dem Hollywood-Streifen von 1989, der von Tim Burton produziert
wurde, bis heute das Batman-Fieber auf einem unheimlich hohen Level
aufrecht erhalten. Dass es zu jedem dieser Filme neben einer undurchschaubaren
Masse an Merchandise-Artikeln auch ziemlich viele Videospiel-Umsetzungen
gegeben hat, versteht sich von selbst. Zur besagten Tim Burton-Adaption
lässt sich praktisch für jedes damals gängige System
ein Spiel finden, das fast immer in Form eines Action-Plattformers konzipiert
wurde. Die PC-Engine-Adaption dieses Filmes, die wie der Kinostreifen
einfach nur "Batman" heißt, fällt dabei jedoch
aus dem Rahmen. Aus diesem Grund stelle ich sie euch nun vor.
Aus der Vogelperspektive läuft man als Batman durch die labyrinthartig
angelegten Gassen von Gotham City, einer fiktiven Stadt, die als Schauplatz
aller Batman-Erzählungen dient, und muss ähnlich wie bei "Pac-Man"
verstreute Gegenstände einsammeln, in den ersten Spielabschnitten
irgendwelche giftigen Utensilien. Der Filmhandlung folgend hat man es
hier mit Batmans Erzrivalen, dem wahnsinnigen Joker zu tun. Deshalb
sind auch überall seine Schergen unterwegs, die gekonnt umgangen
oder mit dem "Baterang" ausgeschaltet werden müssen.
Einige Power up´s, die Batmans Laufgeschwindigkeit oder die Reichweite
des "Baterangs" erhöhen, sollten ebenfalls fleißig
aufgelesen werden, da sie einem das Leben wesentlich erleichtern. Nach
12 Spielabschnitten und einer kurzen Zwischensequenz wird derselbe Vorgang
im Museum wiederholt. Zur Abwechslung werden hier aber verunreinigte
Gemälde gesäubert. 12 Levels weiter legt man dann in Jokers
Fabrik Bomben, um anschließend in 12 weiteren Abschnitten die
Stadt von mit Giftgas befüllten Luftballons zu befreien. Die Spielmechanik
ist dabei immer dieselbe, das Design der Schauplätze bleibt aber
aufgrund Teleporter, Fließbänder und anderer Einrichtungen
stets unterhaltsam. Hat man alle 48 Levels erfolgreich überstanden,
muss man im finalen Showdown nur noch dem Joker und seinen härtesten
Knechten kräftig in den Hintern treten.
Technisch zeigt sich "Batman" von einer guten Seite. Besonders
positiv fallen dabei die vier Musikstücke auf, die sich alle drei
Abschnitte abwechseln. Die Grafik ist dagegen etwas unspektakulär
und zweckmäßig, macht jedoch Nichts falsch. Etwas mehr optische
Abwechslung hätte dem Spiel aber sicherlich nicht geschadet. Der
ausgewogene Schwierigkeitsgrad und der damit verbundene Spielspaß
machen diese Filmumsetzung zu einer der besten, auch wenn sie aufgrund
der vielen gleich aufgebauten Levels etwas zu einseitig wirkt. Eine
großzügige Passwortfunktion, mit der man das Spiel in jedem
Level wiederaufnehmen kann, macht dies wiederum wett, zumal es für
eine einzige Sitzung viel zu lang ist.
Fazit: Für Batman- und gleichzeitig PC-Engine-Fans ist diese Interpretation
definitiv ein absolutes Muss, da sie auf alle Fälle gelungener
ist als die anderen Software-Adaptionen des gleichen Films. Wegen des
etwas zu monotonen Ablaufs kann ich jedoch nicht mehr als acht Punkte
vergeben.
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