Guerrilla Strike
Shoot´em up

Barto
November 10
 

"Guerilla Strike" ist eines dieser unscheinbaren preiswerten Nischenspiele von Herstellern, die keiner kennt. Das kann sich durchaus als Vorteil erweisen, wenn man sich von einem solchen Underdog überraschen lässt und nicht zuviel erwartet. Wenn der Zocker bei diesem Titel nicht zu viel erwartet, wird er weder überrascht, noch begeistert sein.

In "Guerrilla Strike" haben total böse Mächte… ach egal, lest einfach selbst, was die Verpackung behauptet, worum es in diesem Grabbelkistenmachwerk geht: "Die bösen Mächte haben einen Krieg begonnen. Du bist ein Offizier der Air Force und somit Mitglied einer Allianz, die gegründet wurde, um diesen Krieg zu beenden. Dein Ziel ist es, die wichtigste Mission, die diese Allianz geplant hat, erfolgreich zu Ende zu bringen. Du musst einen ultramodernen Helikopter steuern und die feindlichen Truppen in den für die regulären Armee-Einheiten nicht zugänglichen Territorien zerstören."

Nachdem die tolle Vorgeschichte verdaut ist, startet ihr beherzt euren Krieg gegen den Terror. In klassischer Vertikalshooter-Tradition ballert ihr euch durch nach unten scrollende Schlauchlevel. Dabei kommen euch stets neue Gegner entgegen, die kaum abwechslungsreicher und innovativer hätten ausfallen können. Es gibt Flugzeuge, Raumschiffe und Helikopter, sowie Flugzeuge, Raumschiffe und Helikopter, die mit spektakulären Angriffen wie roten Schüssen, grünen Schüssen und blauen Schüssen aufwarten. Hin und wieder dürfen Extras aufgesammelt werden, die euch neue Energie, Raketen und Upgrades für eure Primärwaffe bieten.

Die Grafik trumpft mit opulenten Hintergrundtexturen, die zum Glück keine ablenkenden, aufregenden Elemente beinhalten, sowie tollen Effekten ohne viel Tamtam auf. Ebenso spektakulär verhält sich der Sound, der dumpfe Schussgeräusche ebenso zu bieten hat wie die passende monotone Trance- und Chillout-Mucke, die man von einem dynamischen Shooter erwarten würde!

Fazit: Ich hoffe, der Zynismus ist verstanden worden und niemand denkt, er hätte etwas verpasst, wenn er "Guerrilla Strike" nicht kennt! Das Spiel ist mit das langweiligste Produkt Unterhaltungssoftware, das mir je unter gekommen ist, und ist genauso einschläfernd wie das Nachtprogramm von Arte. Die Optik bietet keinerlei Abwechslung und ist frei von technischen Finessen. Eine Frechheit! Wo Schatten ist, muss auch irgendwo etwas Licht sein und so lässt sich zumindest sagen, dass "Guerrilla Strike" immerhin spielbar ist. Es macht bloß einfach keinen Spaß, denn auf neue Gegner, Musik oder Highlights hofft man stets vergebens. FINGER WEG!