"Guerilla Strike" ist eines dieser unscheinbaren preiswerten
Nischenspiele von Herstellern, die keiner kennt. Das kann sich durchaus
als Vorteil erweisen, wenn man sich von einem solchen Underdog überraschen
lässt und nicht zuviel erwartet. Wenn der Zocker bei diesem Titel
nicht zu viel erwartet, wird er weder überrascht, noch begeistert
sein.
In "Guerrilla Strike" haben total böse Mächte…
ach egal, lest einfach selbst, was die Verpackung behauptet, worum es
in diesem Grabbelkistenmachwerk geht: "Die bösen Mächte
haben einen Krieg begonnen. Du bist ein Offizier der Air Force und somit
Mitglied einer Allianz, die gegründet wurde, um diesen Krieg zu
beenden. Dein Ziel ist es, die wichtigste Mission, die diese Allianz
geplant hat, erfolgreich zu Ende zu bringen. Du musst einen ultramodernen
Helikopter steuern und die feindlichen Truppen in den für die regulären
Armee-Einheiten nicht zugänglichen Territorien zerstören."
Nachdem die tolle Vorgeschichte verdaut ist, startet ihr beherzt euren
Krieg gegen den Terror. In klassischer Vertikalshooter-Tradition ballert
ihr euch durch nach unten scrollende Schlauchlevel. Dabei kommen euch
stets neue Gegner entgegen, die kaum abwechslungsreicher und innovativer
hätten ausfallen können. Es gibt Flugzeuge, Raumschiffe und
Helikopter, sowie Flugzeuge, Raumschiffe und Helikopter, die mit spektakulären
Angriffen wie roten Schüssen, grünen Schüssen und blauen
Schüssen aufwarten. Hin und wieder dürfen Extras aufgesammelt
werden, die euch neue Energie, Raketen und Upgrades für eure Primärwaffe
bieten.
Die Grafik trumpft mit opulenten Hintergrundtexturen, die zum Glück
keine ablenkenden, aufregenden Elemente beinhalten, sowie tollen Effekten
ohne viel Tamtam auf. Ebenso spektakulär verhält sich der
Sound, der dumpfe Schussgeräusche ebenso zu bieten hat wie die
passende monotone Trance- und Chillout-Mucke, die man von einem dynamischen
Shooter erwarten würde!
Fazit: Ich hoffe, der Zynismus ist verstanden worden und niemand denkt,
er hätte etwas verpasst, wenn er "Guerrilla Strike" nicht
kennt! Das Spiel ist mit das langweiligste Produkt Unterhaltungssoftware,
das mir je unter gekommen ist, und ist genauso einschläfernd wie
das Nachtprogramm von Arte. Die Optik bietet keinerlei Abwechslung und
ist frei von technischen Finessen. Eine Frechheit! Wo Schatten ist,
muss auch irgendwo etwas Licht sein und so lässt sich zumindest
sagen, dass "Guerrilla Strike" immerhin spielbar ist. Es macht
bloß einfach keinen Spaß, denn auf neue Gegner, Musik oder
Highlights hofft man stets vergebens. FINGER WEG!
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