|
Obwohl in bestimmter Regelmäßigkeit ein Spiel nach dem anderen
mit dem sympathischen rosa Knödel erscheint, gehört Kirby
doch zu den eher stillen Stars aus der Nintendo-Schmiede. Das niedliche
Jump´n´run "Kirby - Mouse Attack" ist nur eines
seiner Auftritte auf dem Nintendo DS und soll in folgendem Review näher
beleuchtet werden.
An einem sonnigen Nachmittag geschieht das Unfassbare. Kirbys superleckere
Erdbeertorte wird gemopst! Dahinter steckt eine Bande diebischer Mäuse,
denen nun das Handwerk gelegt werden muss. Zeit für Kirby seine
Wandlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, um seinen rechtmäßigen
Snack zurückzuholen. Die Story fällt somit recht simpel aus,
was bei einem Hüpfspiel nicht allzu tragisch ist. Das Intro mit
dem Kuchen bewegt sich dennoch hart an der Kitschgrenze, aber wer kann
schon Kirbys traurigen Kulleraugen widerstehen?
Dafür gibt es beim Gameplay altbewährte Qualität. Kirby
springt und kämpft sich durch acht Welten mit jeweils fünf
bzw. sechs Level, wenn man die Bonusrunde mitzählt. Eingesaugten
Gegnern werden nützliche Fähigkeiten wie Schwertkampf, Laserbrille
oder Elektrofeld geklaut. Der Touchscreen fungiert als Sammelbecken,
in dem fünf Gegenstände gehortet werden können. Heil-Items
oder andere Fähigkeiten sind für den Notfall stets hilfreich.
Richtig interessant wird es aber erst durch die 120 versteckten Schatztruhen.
Wer es schafft, alle sicher ins Ziel zu bringen, darf sich auf eine
Belohnung freuen. Die Palette ist dabei mehr als abwechslungsreich und
reicht von Musikstücken und Puzzle-Teilen bis hin zu neuen Moves
und Levels. Während das einfache Durchqueren meist ein Kinderspiel
ist, sind die Kisten manchmal gar nicht so leicht zu finden. Neben der
richtigen Ausrüstung sowie einer guten Portion Hirnschmalz sind
hierbei auch flinke Finger gefragt.
Die bunten, zuckersüßen 2D-Welten würden auch auf dem
Game Boy Advance eine gute Figur machen. Zwar ist das Spiel durchgehend
hübsch anzusehen, aber dennoch weit unter den Möglichkeiten
eines Nintendo DS. Auch bei der Steuerung hält man sich an das
übliche Schema. Der Touchscreen findet nur für das Auswählen
der Items sowie einige separat anwählbare Minispiele Verwendung.
Bei letzteren handelt es sich um kurzweilige Geschicklichkeitseinlagen,
die nach wenigen Minuten langweilen. Hier können auch Mehrspielerpartien
ausgetragen werden. Die vorhandenen Boss-Rush- und Speed-Modi sind schon
interessanter. Bei der Musik findet man neben einigen neuen Melodien
viele bekannte Stücke. Genau wie der gesamte Style ist die Musik
quietschvergnügt und passt somit perfekt ins Geschehen. Der Umfang
des Spieles ist trotz vieler, aber leider oft viel zu kurzer Level und
der Extras auf wenige Stunden beschränkt.
Fazit: Wer keine Allergie gegen Rosa hat und generell Jump´n´run´s
mag, darf beruhigt zugreifen, denn Kirby steht nach wie vor für
gute Zockerkost. Dabei werden nicht nur Kinder sondern auch ältere
Semester gut unterhalten. Nur technisch hinkt der Kleine hinterher,
Nintendo sollte sich zukünftig ruhig mal etwas mehr Mühe geben.
|