Kirby - Mouse Attack
Jump´n´run


Patricia
Mai 11

 


Obwohl in bestimmter Regelmäßigkeit ein Spiel nach dem anderen mit dem sympathischen rosa Knödel erscheint, gehört Kirby doch zu den eher stillen Stars aus der Nintendo-Schmiede. Das niedliche Jump´n´run "Kirby - Mouse Attack" ist nur eines seiner Auftritte auf dem Nintendo DS und soll in folgendem Review näher beleuchtet werden.

An einem sonnigen Nachmittag geschieht das Unfassbare. Kirbys superleckere Erdbeertorte wird gemopst! Dahinter steckt eine Bande diebischer Mäuse, denen nun das Handwerk gelegt werden muss. Zeit für Kirby seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, um seinen rechtmäßigen Snack zurückzuholen. Die Story fällt somit recht simpel aus, was bei einem Hüpfspiel nicht allzu tragisch ist. Das Intro mit dem Kuchen bewegt sich dennoch hart an der Kitschgrenze, aber wer kann schon Kirbys traurigen Kulleraugen widerstehen?

Dafür gibt es beim Gameplay altbewährte Qualität. Kirby springt und kämpft sich durch acht Welten mit jeweils fünf bzw. sechs Level, wenn man die Bonusrunde mitzählt. Eingesaugten Gegnern werden nützliche Fähigkeiten wie Schwertkampf, Laserbrille oder Elektrofeld geklaut. Der Touchscreen fungiert als Sammelbecken, in dem fünf Gegenstände gehortet werden können. Heil-Items oder andere Fähigkeiten sind für den Notfall stets hilfreich. Richtig interessant wird es aber erst durch die 120 versteckten Schatztruhen. Wer es schafft, alle sicher ins Ziel zu bringen, darf sich auf eine Belohnung freuen. Die Palette ist dabei mehr als abwechslungsreich und reicht von Musikstücken und Puzzle-Teilen bis hin zu neuen Moves und Levels. Während das einfache Durchqueren meist ein Kinderspiel ist, sind die Kisten manchmal gar nicht so leicht zu finden. Neben der richtigen Ausrüstung sowie einer guten Portion Hirnschmalz sind hierbei auch flinke Finger gefragt.

Die bunten, zuckersüßen 2D-Welten würden auch auf dem Game Boy Advance eine gute Figur machen. Zwar ist das Spiel durchgehend hübsch anzusehen, aber dennoch weit unter den Möglichkeiten eines Nintendo DS. Auch bei der Steuerung hält man sich an das übliche Schema. Der Touchscreen findet nur für das Auswählen der Items sowie einige separat anwählbare Minispiele Verwendung. Bei letzteren handelt es sich um kurzweilige Geschicklichkeitseinlagen, die nach wenigen Minuten langweilen. Hier können auch Mehrspielerpartien ausgetragen werden. Die vorhandenen Boss-Rush- und Speed-Modi sind schon interessanter. Bei der Musik findet man neben einigen neuen Melodien viele bekannte Stücke. Genau wie der gesamte Style ist die Musik quietschvergnügt und passt somit perfekt ins Geschehen. Der Umfang des Spieles ist trotz vieler, aber leider oft viel zu kurzer Level und der Extras auf wenige Stunden beschränkt.

Fazit: Wer keine Allergie gegen Rosa hat und generell Jump´n´run´s mag, darf beruhigt zugreifen, denn Kirby steht nach wie vor für gute Zockerkost. Dabei werden nicht nur Kinder sondern auch ältere Semester gut unterhalten. Nur technisch hinkt der Kleine hinterher, Nintendo sollte sich zukünftig ruhig mal etwas mehr Mühe geben.