Als ich wieder einmal nach einer Bereicherung für meine Spielsammlung
suchte, stieß ich zufällig auf "Kuru Kuru Kururin",
ein im Jahr 2001 hierzulande erschienenes Spiel für den Game Boy
Advance. Allein schon der Name ließ auf ein merkwürdiges Spiel
schließen, was auch durchaus der Fall ist. Dies ist jedoch keineswegs
negativ gemeint, da sich hinter diesem Namen ein wirklich innovatives
Geschicklichkeitsspiel versteckt, bei dem man einen rotierenden Stab durch
zahlreiche labyrinthartige Spielabschnitte möglichst unbeschadet
manövrieren muss.
Was sich zu Beginn noch recht einfach gestaltet, wird allerdings allzu
bald knackig und schwer. Deshalb sollte man sich zunächst mit dem
Practice-Modus befassen, bei dem die einzelnen Abschnitte des Adventure-Modus
trainiert werden können. Der rotierende Stab, welcher Helirin genannt
wird, besitzt lediglich drei Energieeinheiten, die in Form von Herzen
dargestellt werden. Beim unfreiwilligen Kontakt mit einem Hindernis
verliert das Gefährt ein Herz und der Zeituhr, die als Grundlage
für den Highscore dient, werden drei Strafsekunden angerechnet.
Nebenbei kann man auf seinem Flug durch die kunterbunten Level noch
zusätzlich einige Bonus-Items einsammeln, die sich oft in schwer
zugänglichen Bereichen vorfinden. Dabei handelt es sich vorwiegend
um ein neues Design für den Helirin oder um eines der verlorengegangenen
Geschwister unseres Helden. Das primäre Ziel des Spieles besteht
nämlich darin, seine Familie wiederzufinden. Die Änderungen
am Helirin können jederzeit unter dem Menüpunkt "Make
Up" verwaltet werden, auf die Spielmechanik haben sie jedoch keinen
Einfluss. Zu guter Letzt gibt es noch den Challenge-Modus, der mit zusätzlichen
kurzen, dafür aber härteren Levels aufwartet. Wer sich mit
dem Spiel grundsätzlich schwer tut, der darf den Stab mittels der
Select-Taste am Anfang eines jeden Levels verkürzen. Allerdings
muss man dabei auf alle Boni sowie einen Highscore-Eintrag verzichten.
Wer aber generell auf der Jagd nach einem Highscore ist, der sollte
seinen Finger permanent auf der Beschleunigungstaste lassen.
Wenn man sich mit mehreren Spielern via Linkkabel verbindet, darf man
sich noch zusätzlich mit dem VS-Modus beschäftigen. Das Gute
dabei ist, dass, nur ein einziges Modul dazu benötigt wird. Bis
zu vier Spieler dürfen hier gegeneinander antreten, wobei die Level
aus dem Challenge-Modus als Grundlage dienen.
Die knallig bunte Grafik ist gelungen und steckt voller witziger Details.
Selbst der Hintergrund beinhaltet einige Animationen, auch wenn man
nicht die Zeit hat, diese ausgiebig zu betrachten. Die Musik überzeugt
ebenfalls, egal ob mit den gut klingenden Bassklängen im Dschungel
oder den heiteren Tönen auf dem Ozean. Die optische wie auch akustische
Gestaltung ist einfach stimmig.
Fazit: "Kuru Kuru Kururin" hat mich wirklich positiv überrascht
und brachte einen frischen Wind in meine Spielsammlung. Leider ist es
der einzige Teil der Reihe, der bei uns erschienen ist. Da der direkte
Nachfolger "Kururin Paradise" um einiges besser ist, vergebe
ich acht von zehn Punkten.
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