Kuru Kuru Kururin
Geschicklichkeit

Motherfreak
Januar 11
 

Als ich wieder einmal nach einer Bereicherung für meine Spielsammlung suchte, stieß ich zufällig auf "Kuru Kuru Kururin", ein im Jahr 2001 hierzulande erschienenes Spiel für den Game Boy Advance. Allein schon der Name ließ auf ein merkwürdiges Spiel schließen, was auch durchaus der Fall ist. Dies ist jedoch keineswegs negativ gemeint, da sich hinter diesem Namen ein wirklich innovatives Geschicklichkeitsspiel versteckt, bei dem man einen rotierenden Stab durch zahlreiche labyrinthartige Spielabschnitte möglichst unbeschadet manövrieren muss.

Was sich zu Beginn noch recht einfach gestaltet, wird allerdings allzu bald knackig und schwer. Deshalb sollte man sich zunächst mit dem Practice-Modus befassen, bei dem die einzelnen Abschnitte des Adventure-Modus trainiert werden können. Der rotierende Stab, welcher Helirin genannt wird, besitzt lediglich drei Energieeinheiten, die in Form von Herzen dargestellt werden. Beim unfreiwilligen Kontakt mit einem Hindernis verliert das Gefährt ein Herz und der Zeituhr, die als Grundlage für den Highscore dient, werden drei Strafsekunden angerechnet. Nebenbei kann man auf seinem Flug durch die kunterbunten Level noch zusätzlich einige Bonus-Items einsammeln, die sich oft in schwer zugänglichen Bereichen vorfinden. Dabei handelt es sich vorwiegend um ein neues Design für den Helirin oder um eines der verlorengegangenen Geschwister unseres Helden. Das primäre Ziel des Spieles besteht nämlich darin, seine Familie wiederzufinden. Die Änderungen am Helirin können jederzeit unter dem Menüpunkt "Make Up" verwaltet werden, auf die Spielmechanik haben sie jedoch keinen Einfluss. Zu guter Letzt gibt es noch den Challenge-Modus, der mit zusätzlichen kurzen, dafür aber härteren Levels aufwartet. Wer sich mit dem Spiel grundsätzlich schwer tut, der darf den Stab mittels der Select-Taste am Anfang eines jeden Levels verkürzen. Allerdings muss man dabei auf alle Boni sowie einen Highscore-Eintrag verzichten. Wer aber generell auf der Jagd nach einem Highscore ist, der sollte seinen Finger permanent auf der Beschleunigungstaste lassen.

Wenn man sich mit mehreren Spielern via Linkkabel verbindet, darf man sich noch zusätzlich mit dem VS-Modus beschäftigen. Das Gute dabei ist, dass, nur ein einziges Modul dazu benötigt wird. Bis zu vier Spieler dürfen hier gegeneinander antreten, wobei die Level aus dem Challenge-Modus als Grundlage dienen.

Die knallig bunte Grafik ist gelungen und steckt voller witziger Details. Selbst der Hintergrund beinhaltet einige Animationen, auch wenn man nicht die Zeit hat, diese ausgiebig zu betrachten. Die Musik überzeugt ebenfalls, egal ob mit den gut klingenden Bassklängen im Dschungel oder den heiteren Tönen auf dem Ozean. Die optische wie auch akustische Gestaltung ist einfach stimmig.

Fazit: "Kuru Kuru Kururin" hat mich wirklich positiv überrascht und brachte einen frischen Wind in meine Spielsammlung. Leider ist es der einzige Teil der Reihe, der bei uns erschienen ist. Da der direkte Nachfolger "Kururin Paradise" um einiges besser ist, vergebe ich acht von zehn Punkten.