Qix
Geschicklichkeit

Barto
Mai 11
 

Als Original im Jahre 1981 erschienen, dürfte der eine oder andere sicherlich noch den Automatenklassiker "Qix" kennen. Die hier vorliegende Version für Nintendos Game Boy orientiert sich eng am Vorbild und funktioniert auch mobil wunderbar.

Auf einem quadratischen Spielfeld steuert ihr ein kristallartiges Gefährt, welches sich zunächst auf den außen liegenden Grundlinien bewegen kann. Eure Aufgabe ist es nun, Stück für Stück das komplette Spielfeld einzufärben. Dies geschieht, indem ihr in das Spielfeld hineinfahrt und damit eine Linie hinter euch herzieht, die ihr zu einem Kasten schließen müsst. Was hier recht abstrakt klingt, erklärt sich im Spielverlauf in Sekundenschnelle und macht den Titel für jeden sofort verständlich. Erschwert wird dieses eigentlich simple Unterfangen durch einen vektorbasierten Gegner in der Mitte, welcher unkontrolliert durch das Spielfeld schwirrt und nicht eure aktiv gezogene Linie treffen darf. Zudem behindern euch immer wieder Gegner, die auf euren Linien hinter euch herfahren können und sich nach einer bestimmten Zeit sogar noch vermehren. Habt ihr einen vorgegebenen Prozentsatz der Spielfläche eingefärbt, gilt der Level als geschafft. Jedes überschüssige Prozent bringt euch zudem noch Bonuspunkte. Im weiteren Spielverlauf bekommt ihr es mit mehr und vor allen Dingen schnelleren Gegnern zu tun sowie einer gesteigerten Anforderung in Bezug auf die einzufärbende Fläche. Der Schwierigkeitsgrad ist jederzeit fordernd, dabei aber selten unfair, auch wenn das Tempo mancher Gegner ihren Kamikaze-Aktionen ordentlich Nachdruck verleiht. Im Vergleich zur Automatenvorlage ist die Geschwindigkeit jedoch noch enorm human, was die Schwierigkeit zumindest geringfügig entschärft.

Die Grafik könnte kaum schlichter sein und wer "Tetris" schon für wenig hübsch hielt, bekommt bei "Qix" mit Sicherheit das kalte Grausen. Simpelste vektorbasierte Optik und minimalste Sounds wirken technisch wenig beeindruckend, zeigen hier aber deutlich, wie wenig Drumherum ein gutes Spielkonzept braucht.

Fazit: Jahrelang habe ich "Qix" ignoriert, weil ich erstens zu wenig über das Spiel wusste und zweitens von der Optik abgeschreckt wurde. Vollkommen zu Unrecht, denn Taitos Arcade-Klassiker ist ein Suchtspiel vor dem Herrn. Einmal angefangen, kann man sich nur schwer wieder von dem packenden Modul losreißen. Wem Technik wichtiger ist als Spielspaß, der wird mit diesem Titel sicherlich nicht glücklich, wer aber immer noch am Game Boy spielt, der erwartet ohnehin keine Prozessor zerfleischenden Großleistungen!